

Unsere Plattform verwandelt Terabytes faseroptischer Messdaten in klare, nutzbare Entscheidungen. Browserbasiert, sicher und performant visualisiert sie Zustände im 3D-Modell, erkennt Ereignisse automatisch und alarmiert bei Auffälligkeiten. Historische Analysen ermöglichen fundierte Bewertungen und zukünftige KI-gestützte Prognosen. Ergebnis: datenbasierter, effizienter und zukunftssicherer Infrastrukturbetrieb.
Verteilte faseroptische Sensorik erzeugt Datenmengen, die klassische Auswerteansätze schnell an ihre Grenzen bringen. Eine 100-Meter-Faserstrecke, 380 Sensoren pro Meter, Messung alle 10 Sekunden: Das sind 22 Millionen Datenpunkte pro Minute. Im Dauerbetrieb entstehen über Monate Terabytes an Messdaten, die gespeichert, strukturiert und interpretiert werden müssen. Ohne geeignete Werkzeuge führt dies zu drei grundlegenden Problemen: steigender Speicher- und Verwaltungsaufwand, erschwerte Identifikation relevanter Ereignisse und eine hohe Abhängigkeit von manueller, fehleranfälliger Interpretation.
Unser Ansatz setzt genau hier an. Wir entwickeln eine dedizierte Softwareplattform, die große Datenmengen effizient speichert und innerhalb von Sekunden gezielt abrufbar macht – unabhängig von der Messdauer. Der Zugriff erfolgt über ein natives Browser-Interface, ohne lokale Softwareinstallation. Messdaten, Zeitreihen und räumliche Verteilungen lassen sich intuitiv visualisieren und vergleichen.
Darüber hinaus werden relevante Ereignisse automatisch erkannt: auffällige Dehnungsänderungen, Rissaktivierungen oder Lastzustandswechsel. Das System weist aktiv auf diese Ereignisse hin und führt automatisierte Auswertungen und Berichte durch. Statt Rohdaten zu sichten, erhalten Anwender verdichtete, interpretierbare Informationen – genau dort, wo Entscheidungen getroffen werden müssen. So wird aus Datenmenge echte Erkenntnis und aus Monitoring ein belastbares Werkzeug für den Betrieb von Bauwerken.
Unsere Software ist vollständig browserbasiert – ohne lokale Installation und unabhängig vom Endgerät. Der Zugriff ist über Windows, macOS und mobile Geräte möglich. Die Plattform ist auf den parallelen Betrieb mehrerer Bauwerke ausgelegt und erlaubt den zentralen Zugriff auf aktuelle und historische Messdaten.
Die Visualisierung ist in klar strukturierte Ebenen gegliedert:
Level 1 – Zustandsübersicht
Eine kompakte Gesamtansicht zeigt den aktuellen Zustand des Bauwerks. Ampellogiken (grün, gelb, rot) machen auf einen Blick sichtbar, ob sich Messwerte im Normalbereich bewegen oder Auffälligkeiten vorliegen. Betreiber und Entscheider erkennen sofort, ob Handlungsbedarf besteht.
Level 2 – Bauteil- und Strukturübersicht
Auf dieser Ebene werden die überwachten Bauteile in einem 3D-Modell des Bauwerks dargestellt. Es wird sichtbar, welche Bereiche instrumentiert sind und wo Messungen stattfinden. Diese Ansicht dient der Orientierung und dem strukturellen Verständnis – nicht der Detailauswertung einzelner Messwerte.
Level 3 – Räumliche Messdatenvisualisierung
Hier werden die faseroptischen Messdaten direkt dreidimensional entlang der Struktur visualisiert. Dehnungen, Rissaktivitäten oder Lastzustände sind farbcodiert im 3D-Modell abgebildet. Hotspots, Gradienten und Veränderungen lassen sich räumlich und zeitlich nachvollziehen – genau dort, wo sie im Bauwerk auftreten.
Level 4 – Detailanalyse und Datenexport
Für vertiefte Analysen stehen Zeitreihen, Vergleichsansichten und Rohdaten zur Verfügung. Messdaten können gezielt exportiert werden (z. B. CSV) und für weiterführende ingenieurtechnische Auswertungen oder numerische Modelle genutzt werden.
Die Darstellung bleibt auch bei großen Datenmengen performant und responsiv. Interaktive 3D-Navigation ermöglicht eine intuitive Erkundung des Bauwerks, ohne spezielle Schulung oder Softwarekenntnisse. So wird aus komplexen Messdaten eine verständliche, direkt nutzbare Entscheidungsgrundlage.
Die Software überwacht alle Messdaten kontinuierlich anhand definierter Schwellenwerte und Regelwerke. Alarme können sowohl auf absoluten Grenzwerten als auch auf Veränderungen, Trends oder ungewöhnlichen Mustern basieren. Dadurch werden nicht nur akute Überschreitungen erkannt, sondern auch schleichende Entwicklungen, die auf eine Veränderung des Bauwerkszustands hindeuten.
Bei relevanten Ereignissen informiert das System automatisch die zuständigen Personen. Bei kritischen Ereignissen erfolgen Benachrichtigungen per E-Mail, SMS, App-Push – konfigurierbar pro Bauwerksbetreiber. So erhalten Betreiber, Planer oder Prüfer genau die Informationen, die für ihre Rolle relevant sind.
Das Ziel ist nicht, bestehende Inspektionsroutinen zu ersetzen, sondern sie gezielter und effizienter zu gestalten. Vor-Ort-Prüfungen erfolgen datenbasiert dort, wo Auffälligkeiten auftreten oder sich Trends abzeichnen. Das reduziert unnötige Begehungen, erhöht die Aussagekraft von Inspektionen und verbessert die Planung von Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen.
Ein zentraler Mehrwert strukturieren Monitorings liegt im systematischen Vergleich historischer Daten. Alle Messwerte werden strukturiert gespeichert und bleiben dauerhaft verfügbar. Dadurch lassen sich Entwicklungen über Monate und Jahre präzise nachvollziehen: Wie verändern sich Dehnungsniveaus? Stabilisiert sich ein Riss nach einer Sanierung oder schreitet er weiter fort? Verändert sich das Tragverhalten unter wiederkehrenden Lasten?
Erst der zeitliche Vergleich macht aus Einzelmessungen belastbare Aussagen. Trends werden sichtbar, Beschleunigungen oder Verlangsamungen von Schädigungsprozessen lassen sich quantifizieren. Sanierungsmaßnahmen können objektiv bewertet werden, da Vorher-/Nachher-Zustände datenbasiert gegenübergestellt werden. Das schafft eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen im Erhaltungsmanagement.
Die Plattform ist darüber hinaus technisch vorbereitet für Machine Learning und KI-gestützte Verfahren. Die strukturierte Datenhaltung ermöglicht es, künftig weiterführende Analysemodelle zu integrieren – etwa zur Mustererkennung, Anomaliedetektion oder Prognose von Zustandsentwicklungen. Damit entsteht ein System, das nicht nur aktuelle Messwerte visualisiert, sondern langfristig zusätzliche Erkenntnisse aus wachsenden Datenbeständen generieren kann.
Sensordaten von Infrastrukturbauwerken sind kritisch und teilweise sicherheitsrelevant. Unsere Plattform setzt höchste Standards:
- Verschlüsslung: Alle Daten werden mit AES-256 verschlüsselt übertragen und gespeichert.
- Zugriffskontrolle: Rollenbasierte Berechtigungen – nur autorisierte Ingenieure sehen spezifische Bauwerke.
- Audit-Logs: Jeder Zugriff auf kritische Daten wird geloggt und ist nachweisbar.
Compliance: DSGVO-konform, ISO-27001-zertifizierbar, GoBD-gerecht für archivierung. - Datensouveränität: Option für On-Premise-Installation für Kunden mit besonderen Anforderungen.
Die Kombination aus hochmoderner Messtechnik und intelligenter Softwarelösung definiert den Standard für zukunftssichere Infrastrukturüberwachung neu. Ihr Bauwerk verdient bessere Daten als früher. Ihre Entscheidungen verdienen bessere Grundlagen. Wir liefern beides.
